Blitzschutz Wuppertal

Äußerer Blitzschutz

Der äußere Blitzschutz bietet Schutz bei Blitzeinschlägen, die direkt in die zu schützende Anlage erfolgen. Er besteht aus Fangeinrichtungen, Ableitungsanlage und Erdungsanlage. Bei einem idealisiert angenommenen Gebäude, dessen Dach und Außenwände aus Metall oder Stahlbeton bestehen, könnte der äußere Blitzschutz als Faradayscher Käfig ausgeführt werden. Ob und wie Sie Ihr Haus schützen können, erfahren Sie bei uns.

 

Blitzschutz ist die Gesamtheit der Maßnahmen gegen Auswirkungen des Blitzstromes und der Blitzspannung auf Installationen sowie elektrische und elektronische Anlagen der baulichen Anlage.

Wenn der äußere Blitzschutz keinen faradayschen Käfig bildet, müssen Fangeinrichtungen und Ableitungen ausreichenden Abstand zu anderen unmittelbar oder mittelbar geerdeten Teilen aufweisen, um Lichtbögen zu vermeiden. Zu diesen geerdeten Teilen zählen Antennen und deren Kabel, andere elektrische Leitungen sowie Dachrinnen, Fallrohre, Attika und andere Rohrleitungen aus Metall. Der notwendige Abstand wird durch die Schutzklasse, die Entfernung vom Hauptpotentialausgleich, den Werkstoff zwischen den Teilen und die Anzahl der Ableitungen bestimmt und muss im Einzelfall berechnet werden. Je höher eine Stelle einer Fangeinrichtung oder Ableitung über dem Hauptpotentialausgleich liegt, desto größer ist der erforderliche Abstand. Wenn er an einer Stelle nicht eingehalten werden kann, muss dort ein Potentialausgleich zwischen der Fangeinrichtung oder Ableitung und den betreffenden geerdeten Teilen hergestellt werden, die in ihrem weiteren Verlauf wie Ableitungen zu behandeln sind.

Für den Potentialausgleich von elektrischen Leitungen werden Überspannungsschutzgeräte (Surge Protective Devices) eingesetzt, die in der Norm EN 61643-11 in drei Kategorien eingeteilt sind:

  • SPD Typ 1 müssen an allen Einführungen von elektrischen Leitungen in den Schutzbereich des äußeren Blitzschutzes eingesetzt werden. Sie leiten den vollen Blitzstrom ab, belassen es aber bei einer für elektronische Geräte gefährlichen Überspannung.
  • SPD Typ 2 reduzieren das von SPD Typ 1 hergestellte Spannungsniveau weiter. Sie werden in Verteilern eingesetzt.
  • SPD Typ 3 reduzieren das von SPD Typ 2 hergestellte Spannungsniveau auf ein für elektronische Geräte ungefährliches Maß. Sie werden in Überspannungsschutz-Steckdosen, Überspannungsschutz-Steckdosenadaptern und Endgeräten eingesetzt.

 

 

 

Gerade jetzt ist das Thema besonders aktuell.

So auch in der WZ Wuppertal vom 07.06.2011

 

 

Unwetter: Wenn das Wetter zuschlägt

 

 

Von Peter Kurz und Stephanie Traichel

 

Mit den warmen Temperaturen kommen auch die Sommergewitter. So schützen Sie Ihr Haus vor Blitzschlag.

 

Düsseldorf. Sommer. Endlich T-Shirt-Wetter, Biergarten-Stimmung und Grill-Wochenenden. Doch die heißen Tage haben auch ihre dunkle Seite: Denn durch die feuchtwarme Luft kommt es immer wieder zu schweren Unwettern. Allein an diesem Wochenende hat es in NRW rund 15 000 mal geblitzt.

Das bleibt nicht ohne Schaden. Durch die Überspannung bei einem Blitzeinschlag direkt ins Gebäude oder in der Nachbarschaft werden oft Geräte wie Computer, Telefon oder Fernseher zerstört. Im schlimmsten Fall entfacht die große Energie – mehrere Millionen Volt – sogar einen Brand. Im Jahr 2009 wurden laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Deutschland 490 000 Blitz-Überspannungsschäden gemeldet, die einen Schaden von 360 Millionen Euro verursacht haben.

Wie kann man sich vor Blitzschlagschäden schützen?

Mit einem Blitzschutzsystem, das zum einen das Gebäude von außen schützt und die Energie ableitet, und zum anderen mit einem Überspannungsschutz die elektrischen Leitungen im Haus sichert.

Wie funktioniert das?

Der äußere Blitzschutz ist eher unter dem Namen „Blitzableiter“ bekannt. Dabei handelt es sich vereinfacht erklärt um einen auf dem Dach verlegten Metalldraht. Der fängt den Blitz ein und leitet den Strom in die Erde. Um das Innere vor Überspannung zu schützen, wird ein Stromableiter im Zählerkasten oder direkt vor empfindliche Geräte installiert.

Was kostet so etwas?

 

Nach Auskunft des Verbandes der Blitzschutzfirmen kostet ein äußerer Schutz für ein Einfamilienhaus ab 2500 Euro. Der Überspannungsschutz liegt zwischen 250 und 500 Euro.

Sind Hausbesitzer verpflichtet, Blitzschutz zu installieren?

Nur etwa zehn Prozent der Privathäuser in Deutschland müssen einen Blitzschutz haben. Wer sicher gehen will, sollte in die Baugenehmigung schauen.

Wer installiert solche Systeme?

Das sollte man auf jeden Fall vom Experten machen lassen, etwa von den Mitgliedsbetrieben des Verbands der Blitzschutzfirmen.

Zahlt die Versicherung bei Schäden durch Blitzschläge?

Für äußere Schäden kommt die Gebäudeversicherung auf, wird die Wohneinrichtung zerstört, ist grundsätzlich die Hausratversicherung am Zug. Aber nicht jede Police übernimmt Überspannungsschäden. Das sollte vorher mit dem Versicherer abgeklärt werden.